NEU! ab Ende März 2026 im App Store und im Google Play Store
Du hast ein Wildtier gefunden und bist unsicher, ob es Hilfe braucht oder an wen du dich wenden kannst?
Mit Wildtier-SOS hast du alle wichtigen Informationen direkt zur Hand – übersichtlich gebündelt in einer App. Du erhältst individuelle Empfehlungen und verständliche Anleitungen, damit das Tier schnell, tierschutzgerecht und fachkundig versorgt werden kann. Lade die App hier herunter oder teste alle Funktionen auf den folgenden Seiten.
Die Brut- und Setzzeit hat begonnen
und es werden Junghasen in Tierschutzvereinen oder bei uns abgegeben, die eigentlich keine Hilfe gebraucht hätten.
Die Häschen sitzen scheinbar allein und hilflos mitten auf Wiesen und Feldern, warten dort aber geduldig auf ihre Mütter.
❤ Diese kommen meist nur zur Dämmerung am Morgen und Abend, um ihren Nachwuchs zu säugen. Während des Wartens sind die Junghasen gut geschützt. Ihr wildfarbenes Fell macht sie für ihre Feinde quasi unsichtbar, außerdem sind sie geruchlos.
Von daher unsere Bitte: Sammelt die Tiere nicht vorschnell ein.
Helfen solltet ihr, wenn junge Häschen verletzt sind.
Dann bitte vor einer Mitnahme mit fachkundigen Personen in Absprache gehen, um sicherzustellen, dass sie die richtige Hilfe erhalten. Oder wenn dem Tier akute Gefahr droht, dann könnt ihr es an eine sichere Stelle in der Nähe umsetzen (Handschuhe).
Wichtig: Um den Wildtiernachwuchs zu schützen, sollten Hunde zur Brut- und Setzzeit unbedingt an der Leine geführt und von Wiesen und Feldern ferngehalten werden.
In einzelnen Bundesländern gilt bereits eine Leinenpflicht für Hunde in dieser Zeit.
Quelle: Deutscher Tierschutzbund e.V.
Immer wieder passiert es, dass ein vermeintlich verletztes Wildtier gefunden wird und zu uns in die Praxis gebracht wird. Scheinbar hilfsbedürftige Wildtiere lösen bei den meisten Mitbürgern Mitleid aus, doch nicht immer braucht ein Tier die Hilfe von Menschen. Nur kranke oder verletzte Tiere und verwaiste Jungtiere sind wirklich hilfsbedürftig. Es bedarf immer der Überlegung, ob ein Transport in die Praxis nötig ist und der Stress für das Tier im Verhältnis zum Versorgungsbedarf sinnvoll ist.
Grundsätzlich sind VeterinärmedizinerInnen nicht dazu verpflichtet »Wildtiere« zu behandeln. Es ist gesetzlich nicht erlaubt Wildtiere der Natur zu entnehmen. Ausnahme ist, wenn die Tiere eindeutig menschliche Hilfe benötigen.
In so einem Fall ist es immer sinnvoll die Praxis telefonisch vorher zu kontaktieren und das Problem des Wildtiers zu schildern.
Bei einer möglichen Kollision mit einem Auto/Fensterscheibe (z.B. Vögel) sollte man das Tier erst einmal in einem Karton (dunkel, ruhig) platzieren und ihm die Möglichkeit geben sich zu beruhigen/orientieren. Sofern keine Besserung eintritt, ist es besser vorstellig zu werden. Die meisten Tiere erholen sich recht schnell und können, wenn kein Problem beim Fliegen etc. besteht, wieder am Fundort freigelassen werden.
Die Tiere werden bei uns in der Praxis untersucht und erstversorgt. Bei unverletzten und gesunden Tieren leiten wir die Finder zu einer Auffangstation weiter, die sich um das Großziehen und Auswildern der Tiere kümmert. Diese Auffang- und Pflegestationen sind meist ehrenamtliche Organisationen, die sich über eine Spende sehr freuen. Auch in unserer Praxis können Sie uns mit einer Spende in die Wildtierkasse unterstützen, um die Medikamentenkosten für die Wildtiere zu finanzieren.
Leider können wir nicht jedem Tier helfen und müssen diese Wildtiere dann von ihrem Leid erlösen. Wildtiere zeigen meistens erst sehr spät, dass es ihnen schlecht geht, denn in der Wildbahn werden sie schneller von ihren Fressfeinden angegriffen, sofern sie Schwäche zeigen. Selbst wenn das Tier äußerlich gesund scheint und keine augenscheinliche Erkrankung vorliegt, kann es recht plötzlich aufgrund von Stress oder Krankheit versterben. In diesem Fall hat weder der Arzt noch der Finder einen Fehler gemacht. Die Tiere selbst waren wahrscheinlich schon zu schwach.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe!
Ansprechpartner bei Fund- und Wildtieren unter Links - Wildtiere
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