Tierärztliche Gemeinschaftspraxis Dr. Lüttgenau GbR
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Todesfalle Auto

 

Die Hitze im parkenden Auto ist für Tiere lebensgefährlich!

 

Der Sommer gehört für uns Menschen wohl ohne Frage zu den schönsten der vier Jahreszeiten, aber für unsere Haustiere kann die Hitze schnell zur Lebensbedrohung werden – besonders im Auto.

 

Aus Gedankenlosigkeit oder sogar Unwissenheit lassen viele Tierhalter ihre Hunde im Fahrzeug zurück, ohne sich über die schwerwiegenden Folgen im Klaren zu sein.

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An warmen Tagen kann sich das Innere eines Fahrzeugs binnen weniger Minuten extrem aufheizen

(s. Tabelle).

 

Hunde besitzen nur wenige Schweißdrüsen und kühlen sich daher hauptsächlich über Hecheln ab.

Im heißen Wageninneren können sie ihre Körpertemperatur nicht mehr regulieren. Dies führt zum Kreislaufversagen mit zum Teil irreparablen Organschäden bis hin zum Herzstillstand. Selbst aus überhitzten Autos befreite Hunde sind nicht außer Lebensgefahr, sondern können noch an den Folgen der Hitze versterben. Aus diesem Grund sollte ein Hund mit Verdacht auf Hitzschlag schnellstmöglich einem Tierarzt vorgestellt werden.

 

Auch ein Parkplatz im Schatten oder leicht geöffnete Fenster bieten keinen ausreichenden Schutz. Sogar an kühleren Tagen kann die unterschätzte Temperatur in einem Auto schlimme Folgen für unsere tierischen Begleiter haben.

 

Jungvögel – scheinbar einsam, aber nicht verlassen

 

Aktuell werden wieder viele „aus dem Nest gefallene" Jungvögel in unserer Tierarztpraxis abgegeben, die scheinbar hilflos von aufmerksamen Passanten aufgefunden werden.

               

Bei diesen Jungvögeln handelt es sich allerdings nur sehr selten um wirklich hilfsbedürftige Tiere. Die Jungen vieler Vogelarten verlassen das Nest bereits bevor ihr Gefieder komplett ausgebildet ist und werden weiterhin von ihren Eltern am Boden versorgt.

Aus diesem Grund sollte man Jungvögel im Allgemeinen an Ort und Stelle belassen. Lediglich bei Jungvögeln, die sich an einem gefährlichen Ort (z.B. auf der Straße) befinden, ist es wünschenswert, wenn sie an einem geschützteren Ort verbracht werden.

Man sollte jedoch auch bei diesen Jungvögeln darauf achten, dass man sie nicht zu weit vom Fundort entfernt.


 

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Katzenkastration ohne Wenn und Aber!

Bundestierärztekammer appelliert, Freigängerkatzen kastrieren zu lassen

 

 

(BTK/Berlin) Auch wenn es bis zum kalendarischen Frühlingsbeginn am 20. März noch etwas dauert – die Tage sind bereits deutlich länger und die milden Temperaturen der vergangenen Tage lassen bei Mensch und Tier langsam Frühlingsgefühle ausbrechen. Damit das Ganze bei unseren liebsten Haustieren nicht in einem großen „Katzenjammer“ endet, appelliert die Bundestierärztekammer an Tierhalter, nur kastrierte Katzen ins Freie zu lassen.

 

„Die längere Lichteinstrahlung führt dazu, dass vermehrt Sexualhormone produziert werden und weibliche Katzen jetzt rollig werden. Das ruft natürlich Kater auf den Plan, die nach einer Partnerin suchen“, erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer. Der Kleintierpraktiker hält es für unverantwortlich, Kater und Katzen, die nicht kastriert sind, aus dem Haus zu lassen: „Katzen können schon mit einem halben Jahr das erste Mal Nachwuchs bekommen, und das dann durchschnittlich zweimal im Jahr. Bei bis zu sieben Kätzchen pro Wurf ist die Nachkommenschaft schnell auf ein Vielfaches angewachsen. Das Ende vom Lied sind dann noch mehr verwilderte Katzen, die unterernährt und krank ihr Leben fristen müssen.“ So leidet ein Großteil der verwilderten Katzen an chronischen und ansteckenden Krankheiten wie Katzenschnupfen, Katzenseuche oder Katzen-Leukose, außerdem sind sie von Hautpilzen oder Parasiten wie Flöhen, Spul- oder Bandwürmern befallen.

 

Über die Gründe, warum Tierhalter ihre Freigängerkatzen nicht kastrieren lassen, lässt sich nur spekulieren: Bei Vielen ist es wohl schlichtweg Desinteresse und eine „Ist-mir-doch-egal-Haltung“. Andere dagegen glauben, dass eine Kastration gegen die Natur der Katze sei. Doch für Tiere bedeutet der Geschlechtstrieb in erster Linie Stress: Unkastrierte Kater und Katzen streunen auf der Suche nach einem Partner tagelang umher, legen dabei oft weite Strecken zurück und laufen so beispielsweise Gefahr, überfahren zu werden.

 

Zwar gibt es momentan keine bundeseinheitliche Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen, wie es die Bundestierärztekammer in einer Stellungnahme bereits 2010 gefordert hatte. Doch wurde mit der Novelle des Tierschutzgesetzes eine Rechtsgrundlage geschaffen, die den Ländern ermöglicht, Kastrationsgebote und Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht auszusprechen. In mehr als 500 deutschen Städten und Gemeinden ist es mittlerweile Pflicht, Katzen kastrieren und kennzeichnen zu lassen.

Flöhe halten keinen Winterschlaf

Flöhe sind blutsaugende Parasiten, die nicht nur im Sommer ein Problem darstellen, sondern durch unsere beheizten und mit Teppichen ausgelegten Wohnungen zu einem Ganzjahresproblem geworden sind.

 

Ein Flohbefall äußert sich meistens durch den typischen Juckreiz, der bei betroffenen Tieren oft plötzliches und heftiges Kratzen/Beißen (sogenanntes Flohbeißen) auslöst. Der Flohstich selbst ist unangenehm und verursacht Hautirritationen, allergische Reaktionen (Flohspeichelallergie), teilweise sogar schwere Ekzeme. Außerdem übertragen Flöhe den Gurkenkernbandwurm (Dipylidium caninum) sowie Viren und Bakterien.

Flöhe sind mit bloßem Auge gut sichtbar (2 mm). Mit einem Flohkamm kann man krümeligen schwarzen Flohkot auskämmen. Zerreibt man ihn auf einem feuchten weißen Papier, färbt sich dieses rot, denn es besteht zu 90 % aus dem Blut seines Wirtes.

 

Die Flohübertragung kann direkt von Tier zu Tier oder durch eine mit Floheiern kontaminierte Umgebung erfolgen. Lediglich 5% der erwachsenen Flöhe befinden sich zum Blutsaugen und zur Eiablage (bis zu 50 Stück pro Flohweibchen am Tag) auf dem Tier. Durch Bewegung rieseln die Eier aus dem Fell überall dorthin, wo sich das Tier aufhält. Folglich befinden sich die restlichen 95% der Flohpopulation in Form von Puppen, Larven und Eiern in der Wohnung bzw. an den Aufenthaltsorten der Tiere.

Daher ist eine Umgebungsbehandlung genauso wichtig wie die Bekämpfung der Flöhe, die sich unmittelbar am Tier befinden.

 

Auch Menschen können von Flöhen befallen werden. Dies spricht in der Regel für eine hochgradige Wohnungsinfestation. Infolge von mehreren Stichen auf einem recht kleinen Hautareal kommt es zu Hautirritationen, Juckreiz, Entzündungen durch Kratzen und auch Allergien.

Maßnahmen bei Flohbefall

 

  • Behandlung aller Tiere eines Haushalts mit
    • einem hochwirksamen Flohmittel
      • Spot-on-Präparate, Halsbänder, Tabletten
      • Vorsicht: „Natürliche“ Substanzen vertreiben nur einen Teil der Parasiten, töten sie aber nicht ab!
    • einem Wurmmittel (zeitversetzt)
  •  Umgebungsbehandlung
    • Waschen von Decken und Kissen (mind. 60 °C)
    • nicht waschbare Sachen mind. eine Nacht einfrieren (z.B. Kuscheltiere)
    • Staubsaugen (ggf. täglich)  Auto nicht vergessen!
  • Staubsaugerbeutel im Anschluss entsorgen, um eine Weiterentwicklung der Flohpopulation im Beutel zu verhindern
  • beutellose Staubsauger im Anschluss sofort reinigen
    •  glatte Böden und Flächen mit handelsüblichen Reinigern wischen

 

Ergänzend wird der Einsatz von parasitenabtötenden Sprays oder Verneblern (Fogger) empfohlen. Diese sind beim Tierarzt erhältlich und unter Beachtung der Anweisung des Herstellers anzuwenden.

 

 

 

Welche Maßnahmen für Sie und Ihr Tier zu welcher Zeit sinnvoll und gesundheitlich verträglich sind, erfahren Sie im Beratungsgespräch.

 

Wir beraten Sie gern!

                          

 

Igel nur in Ausnahmefällen aufnehmen

Der heimische Igel ist jetzt in Gärten und Wäldern besonders aktiv.

Die Tiere suchen Nahrung für den nötigen Winterspeck und einen geeigneten Unterschlupf für den Winterschlaf.

Entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit sind Igel vom beginnenden Herbst bis weit in den November auch tagsüber aktiv, denn insbesondere die Jungtiere (die zum Teil erst im September geboren werden) müssen sich für den bevorstehenden Winterschlaf noch einige Fettreserven anfressen.

Aus falsch verstandener Fürsorge werden leider immer wieder Igel aufgenommen, weil sie für hilfsbedürftig gehalten werden.

Die meisten Igel kommen jedoch gut ohne unsere Hilfe über den Winter.

Wer Jungtiere unterstützen möchte, kann regelmäßig etwas Igeltrockenfutter (gemischt mit Katzennassfutter) und eine Schale Trinkwasser bereitstellen. Als natürlichen Unterschlupf kann man Haufen aus Holz, Reisig und Laub im Garten liegen lassen.

 

 

Wann braucht ein Igel Hilfe?

 

Erst bei dauerhaften Bodentemperaturen um null Grad besteht für Igel, die unter 500 Gramm wiegen, Gefahr, dass sie für den Winterschlaf nicht ausreichend gerüstet sind. Dann sollten sie aufgenommen und einem Tierarzt, oder einer Igelstation vorgestellt werden. Auch schwache, verletzte, kranke oder elternlose Igel brauchen zum Überleben Unterstützung.

 

Bei vermeintlich verlassenen Jungtieren wird empfohlen, diese zunächst genau zu beobachten, ehe man die Kleinen in Obhut nimmt. Denn Muttertiere lassen den Wurf auf der Suche nach Nahrung immer wieder für mehrere Stunden allein.

Die wenigsten Jungigel werden tatsächlich verlassen.

 

Kontakt

Tierärztliche Gemeinschafts- praxis Dr. Lüttgenau GbR
An der Schloßfabrik 2
42499 Hückeswagen
Telefon: 02192 931490 02192 931490
Fax: 02192 931496
E-Mail-Adresse:

Nutzen Sie auch gerne unser Kontaktformular

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